Mittwoch, 13. Januar 2016

Lecker & gesund: saisonales Gemüse im Winter


Hallo liebe Kochfreunde! Heute habe ich mal einen tollen Gastartikel von Bloggerin Larissa (http://www.welten-bummeln.de) für Euch gebloggt. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Isa für den interessanten Text und die schöne Seite - schaut doch mal bei ihr vorbei!

Lecker & gesund: saisonales Gemüse im Winter

Die Weihnachtszeit mit all ihren leckeren Versuchungen ist vorbei, das neue Jahr hat begonnen. Der Start ins Jahr 2016 bedeutet für viele Menschen, Veränderungen in Angriff zu nehmen. Zu den Top-Vorsätzen im neuen Jahr zählt „mehr Bewegung“ „gesünder ernähren“ „abnehmen“ und „Stress abbauen“.
Sich in der Winterzeit gesund zu ernähren, ist aber einfacher gesagt als getan. Viele süße, deftige und kohlenhydratreiche Lebensmittel locken zum Verzehr.
Außerdem gibt es im Winter doch kaum gesundes Gemüse – oder?
Und ob es im Winter Gemüse gibt! Sogar saisonales und regionales Gemüsesorten, welche als richtige Vitaminbomben anzusehen sind!

Folgende Gemüsesorten bieten sich in der kalten Jahreszeit an:

Kohlgemüse

Kohlgemüse wird häufig eher gemieden und verschmäht. „Kohl schmeckt nicht“ und „Kohl führt zu Blähungen“ sind häufige Argumente gegen das Nahrungsmittel.


Zum ersten Argument: „Kohl schmeckt nicht“
Es gibt nicht „den Kohl“. Es gibt unterschiedlichste Kohlsorten, wie Grünkohl, Blumenkohl, Chinakohl, Rotkohl und Wirsing. Jede Kohlsorte hat ihren eigenen, typischen Geschmack. So schmeckt einem beispielsweise kein Weißkohl, ein gedünsteter Chinakohl in einer Gemüse-Wok-Pfanne ist aber schon. Außerdem hängt der Geschmack auch von der Zubereitungsweise ab. Ein Lebensmittel schmeckt je nach Zubereitungsweise verschieden - blanchierter Grünkohl als Beilage schmeckt anders als pürierter Grünkohl in einem Smoothie.

Zum zweiten Argument: „Kohl führt zu Blähungen“

Gegen dieses Problem kann man mit der richtigen Zubereitung präventiv vorbeugen. Es gelten folgende Prinzipien:
· Kümmel, Anis und Fenchel helfen gegen Blähungen. Daher sollten Kohlgerichte mit den Gewürzen verfeinert werden. Wer den Geschmack dieser Gewürze nicht mag, kann diese auch in einen Kaffee- oder Teefilter geben und mit dem Gemüse mitkochen.
· Die Beigabe von Zweigspitzen von Bohnenkraut zum Kohlgericht ist ebenfalls hilfreich.
· Sport als Maßnahme gegen Blähungen. Bewegung wirkt präventiv, kann aber bei konkreten Verdauungsproblemen auch lindernd wirken. Im Winter bietet sich beispielsweise eine Winterwanderung, Langlaufen oder ein Spaziergang an.
· Wenn Kohlgemüse vor dem Verzehr 2 bis 3 Tage im Tiefkühlfach gelagert wird, sollen kaum Darmgase entstehen.

Verschiedenste Kohlgemüsearten, Inhaltsstoffe und Wirkung:

Grünkohl:wirkt gegen Entzündungen und schützt präventiv vor Krebs. Zudem senkt Grünkohl den Cholesterinspiegel und stärkt das Herz-Kreislaufsystem.
Das grüne Gemüse enthält sehr viel Eisen und Kalium und ist deshalb für Vegetarier und Veganer ein wichtiger Nährstofflieferant.

BlumenkohlDas kalorienarme Kohlgemüse wirkt ebenfalls krebshemmend. Er stärkt das Immunsystem und den UV-Schutz der Haut. Blumenkohl ist leicht verdaulich und enthält viele Ballaststoffe.

Chinakohl:ist ein leicht verdauliches Kohlgewächs und reich an Kalium, Eisen, Vitamin B, C und Folsäure. Besonders für Schwangere ist eine ausreichende Folsäure-Versorgung wichtig, um eine physiologische Entwicklung des Embryos zu gewährleisten.

Rotkohl:wirkt ebenfalls krebsvorbeugend und soll gut für die Sehkraft sein. Ebenso soll Rotkohl präventiv vor Infekten und Entzündungen schützen. Er enthält viele Ballaststoffe, Vitamin C, Kalium und Senföle.

Wirsing:ist bekannt für seine krausen Blätter und ein guter Eiweißlieferant. Zudem enthält er auch viel Vitamin C und Kalium, welches wichtig für die Weiterleitung elektrischer Impulsen an Nerven- und Muskelzellen ist. Wirsing ist von allen Kohlsorten am widerstandsfähigsten gegen Frost.

Neben Kohlgemüse gibt es noch andere Wintergemüsearten, die im Winter verzehrt werden können.

Weiteres Wintergemüse:

· Kartoffeln
· Karotten
· Kohlrabi
· Sellerie
· Pastinaken
· Feldsalat
· Porree
· Steckrüben
· Rote Beete
· Schwarzwurzeln

Woher bekomme ich dieses Wintergemüse?
Einige Wintergemüsearten werden im Supermarkt angeboten. Da mir dieses Sortiment meist aber zu klein ist, kaufe ich lieber auf Wochenmärkten ein. Hier besteht eine größere Auswahl und die Händler stehen für etwaige Fragen zur Verfügung.
Wintergemüse kann aber auch selbst gepflanzt werden. Einige Arten sind frosthart, sie können auch in den Wintermonaten geerntet werden. Wintergemüse zeichnet sich dadurch aus, besonders lange haltbar zu sein. Wichtig ist hier die richtige Lagerung. Der Lagerraum sollte frostfrei und trocken sein, eine regelmäßige Lüftung ist ratsam.

Wie bereite ich Wintergemüse zu?
Bei der Zubereitung kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ob als Einlage im Strudel, als Beilage zum Hauptgericht, als Smoothie, als Suppe, als Salat, als Püree oder als Lasagne – die Möglichkeiten sind vielfältig. Ich habe auf chefkoch.de eine Sammlung für Kohlgerichte und Gerichte mit Schwarzwurzeln gefunden.

Ein gesundes, genussreiches Jahr wünscht euch Isa, Reisebloggerin und Genießerin aus Leidenschaft